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ako Vertreterversammlung


Mittwoch, 03.05.17 ab 17:30 Uhr in Stuttgart, Jahnstraße 32, Bischof-Leiprecht-Zentrum


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Mittwoch, 15.11.17 ab 17:30 Uhr in Stuttgart, Jahnstraße 32, Bischof-Leiprecht-Zentrum














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Rückblick auf den Tag der Verbände 2013


Bischof lädt Verbände zum Dialog ein



Am Freitagabend sprach zunächst Bischof Dr. Gebhard Fürst ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrestagung. Dabei griff er die Idee der ako auf, im Gespräch mit Verbandsvertretern Positionen zum Dialog- und Erneuerungsprozess auszutauschen.

Die in der ako zusammengeschlossenen Verbände haben bereits im vergangenen Frühjahr ein Positionspapier zum Dialogprozess erarbeitet. Darin fordern die Verbände unter anderem eine stärkere Mitbestimmung von Laien innerhalb der Kirche und einen neuen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Bischof Dr. Fürst hat nun zugesagt, in der ersten Jahreshälfte 2013 mit VertreterInnen der Verbände über diese und weitere Punkte zu sprechen, um eine angemessene Berücksichtigung verbandlicher Positionen im Dialogprozess sicherzustellen.

Der ako Vorstand hat dem Bischof bereits zugesagt, noch vor dem offiziellen Abschluss des Dialogprozesses Mitte des Jahres eine Gesprächsplattform zu organisieren. Dazu sollen unter anderem die Delegierten aus der ako Vertreterversammlung sowie die Verbandsvorsitzenden eingeladen werden. Ziel des Gesprächs ist es laut ako Vorstand, den über 90.000 Verbandsmitgliedern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine Stimme zu geben und die Zukunft der Kirche aktiv mitzugestalten.

Der Mensch im Mittelpunkt



Bei der anschließenden Verabschiedung von Harald Hellstern als ako Vorsitzendem kamen langjährige Weggefährten – Vorstandskollegen, Mitglieder des Domkapitels, Verbandsfreunde – zu Wort, um sein zwölfjähriges Wirken zu würdigen und Revue passieren zu lassen.

Der KAB-Diözesansekretär und stellvertretende Vorsitzende der ako, Peter Niedergesäss, betonte, Hellstern habe sich nie damit abgefunden, wie die Gesellschaft ist. Konsequent, aber immer fair, habe er sich inner- und außerhalb der ako für den Frieden eingesetzt. Bei seinem Engagement sei allem voran immer der Mensch im Mittelpunkt gestanden. So hat sich Hellstern ein beeindruckendes Netzwerk mit zahlreichen Bündnispartnern aufgebaut, das die Basis für seine enorme Schaffenskraft und seines Wirkens für Kirche, Politik und Gesellschaft gewesen ist. Wichtig war ihm vor allem, „klare Positionen der Kirche für soziale Gerechtigkeit einzufordern“, so Niedergesäss.

Ordinariatsrat Dr. Drumm würdigte Hellstern in seiner Rede für seinen beachtlichen Einsatz, die Mitgliedsverbände der ako über 12 Jahre hinweg inner- und außerhalb der Kirche zu vertreten. Ganz besonders betonte Drumm die Stadtrundgänge von Hellstern, in denen er im Namen der ako die Rolle der Kirchen während des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 aufgearbeitet habe. Dieses Engagement habe einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit geleistet.

Zahlreiche Verbände haben während des Festakts den Wunsch geäußert, er möge auch weiterhin an seinem Engagement für eine gerechte Gesellschaft und barmherzige, offene Kirche festhalten.

Der demografische Wandel - Bedrohung oder Chance?



Die Vizepräsidentin des Landtags von Baden – Württemberg Frau Brigitte Lösch betonte in ihrem Impulsreferat am Samstagvormittag, dass der demografische Wandel zu veränderten Beziehungen zwischen den Generationen führe. Vor diesem Hintergrund müsse eine Generationenpolitik entwickelt werden, an der sich sämtliche sozialpolitische Handlungen zu orientieren hätten. Ziel dieser Politik ist laut Lösch, „zu verhindern, dass sich soziale Unterschiede zwischen den Generationen und eine Alterspolarisierung als neue Dimension sozialer Ungleichheit gesellschaftlich etablieren und verfestigen“.

Der Sozialethiker Herr Prof. Dr Matthias Möhring-Hesse stellte demgegenüber fest, dass in den demografischen Entwicklungen Zumutungen und Belastungen gleichzeitig bestehen würden. Erst aus der politischen Gestaltung sozialer Beziehungen und Verhältnisse würde sich ergeben, „in welchem Maße welche sozialen Gruppen Zumutungen ausgesetzt bzw. Entlastungen eingeräumt werden.“ Um den solidarischen Zusammenhang in einer Bundesrepublik des „länger Lebens“ sicherzustellen, müssten gleichwertige Lebensverhältnisse geschaffen werden.

Für den KAB-Diözesansekretär und stellvertretenden Vorsitzenden der ako, Peter Niedergesäss, ließ sich das Phänomen des demografischen Wandels auf den Punkt bringen: “Wir werden immer weniger, älter und bunter.” Laut Niedergesäss würden also „immer weniger Kinder geboren, die Menschen leben länger und immer mehr Menschen haben ihre Wurzeln in einem anderen Kulturkreis.“ Er zeigte sich überzeugt, dass sich dadurch die Werte in der Gesellschaft wandeln und betonte: „Die katholischen Verbände wollen den Wandel vor Ort in den Kommunen sozial gerecht mitgestalten.“