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Rückblick auf den Tag der Verbände 2015


Wofür wird der Reichtum der Kirche eingesetzt?



Am Samstagvormittag ging zunächst der Chefredakteur des Publik-Forums, Dr. Wolfgang Kessler, der Frage nach, wofür der Reichtum der Kirche eingesetzt werden solle. Er appellierte an einen glaubwürdigen Umgang der Kirchen mit Geld, dazu gehöre auch absolute Transparenz. Zudem bräuchte es mit Blick auf die Bezahlung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine faire Behandlung und das Verhindern von Lohn-Dumping. Aber auch viele Kirchengemeinden müssten raus aus ihrer “Selbstträgheit” und endlich konsequent fair beschaffen. Nicht zuletzt bräuchten alle Christen den Mut zur Kritik am Kapitalismus.

Der Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Clemens Stroppel, gab in seinem Impulsreferat zu bedenken, dass die Impulse von Papst Franziskus sehr ernst genommen werden müssten. Für die Kirche sei eine soziale Verantwortung unverzichtbar; ihr Vermögen dürfe nicht zum Selbstzweck verwendet werden, sondern müsse effektiv für Arme und Bedürftige eingesetzt werden.

Wie arm muss die Kirche denn nun sein?



In einer anschließenden Podiumsdiskussion zwischen Generalvikar Stroppel, Herrn Dr. Kessler sowie der Leiterin der Caritas Ulm, Frau Alexandra Stork und dem von Hartz-IV Betroffenen, Herrn Heinz-Dieter Pawliczek, wurde gemeinsam mit dem Publikum überlegt, wie die arme Kirche für die Armen denn nun konkret aussehen muss. Dabei kam heraus, dass es laut Herrn Pawliczek nicht nur um finanzielle Armut, sondern vor allem auch um soziale Armut gehe, also dem ausgeschlossen werden vom gesellschaftlichen Leben. Hier seien vor allem auch die Kirchengemeinden gefragt, die aber bis dato oftmals von einer “erstarrten Mittelschicht” dominiert seien. Die Gemeinden, die sich oft scheuen würden, etwas Neues anzupacken, müssten ihr Bewusstsein mit Blick auf die Armen verändern und konrete Räume der Begegnung schaffen.

Generalvikar Stroppel betonte nochmals dass die Einnahmen für die Diözese nicht endlos sprudelten. Die Rücklagen, die momentan noch aufgebaut werden könnten, dienten vor allem dem Ausgleich prognostizierter Einnahmerückgänge in der Zukunft. Nur so könne auch die künftige Wahrnehmung karitativer Aufgaben, auch mit Hilfe von qualifiziertem Personal, gewährleistet werden.

Alle TeilnehmerInnen waren sich indes einig, dass die von Papst Franziskus gesetzten Impulse die katholische Kirche insgesamt, aber auch ihren Fokus und die tägliche Arbeit mit Blick auf die Armen nachhaltig verändern werden.